Hechtangeln – so funktioniert das Angeln auf Hecht

06. Oktober 2022
In diesem Beitrag möchten wir dir einen Gesamteindruck zum Angeln auf eine der populärsten Fischarten in Deutschland geben: Dem Hecht. Wir werden dir zunächst die Fischart selbst vorstellen, dann einmal auf das aktive & passive Hechtangeln eingehen und dir anschließend erklären, worauf du im Laufe des Jahres bei dieser Fischerei achten musst. Dabei haben wir natürlich ein paar Tipps mit eingebaut, sodass dieser Beitrag sowohl für Anfänger, als auch für fortgeschrittene Hechtangler die Lesezeit wert ist.

Der Hecht

Der Hecht steht in den meisten Gewässern Deutschlands am Ende der Nahrungskette. Neben dem Barsch und Zander zählt er daher zu den Zielfischen eines jeden Raubfischanglers. Der Hecht kommt in so gut wie jedem Gewässer vor. Egal ob Fluss, See oder Brackwasser, die grün gefärbten Raubfische ziehen hier auf der Suche nach Beute Ihre Runden durch das Gewässer. 

Ein Versuch auf Esox Lucius lohnt sich noch dazu, da ein Hecht bis jenseits der 130cm, in Ausnahmefällen sogar bis über 140cm Körperlänge wachsen kann.

Die Schallmauer, welche für viele aber das Hauptziel ist, ist der “Meter” – also ein Hecht von mehr als 100cm.

In den folgenden Abschnitten wollen wir dir zum einen das aktive Angeln auf Hecht, das “Spinnangeln” und zum anderen das passive Angeln mit Köderfische an der Pose und am Grund vorstellen. Dabei möchten wir dir zu den einzelnen Techniken noch einige Tipps mit auf den Weg geben.

Das richtige Equipment

Die Rute

Beim Spinnangeln auf Hecht kommen zumeist Ruten mit einem Wurfgewicht zwischen 60 und 120 Gramm zum Einsatz, welche eine Länge von 190-270cm aufweisen. Auch dies ist wieder Gewässerabhängig, so braucht man vom Ufer z.B. eine längere, vom Boot dafür eine kurze und etwas härtere Hechtrute. Je nach Köderart kann es außerdem von Vorteil sein mit Wurfgewicht und Rutenlänge zu variieren. Wenn es die Ködergröße verlangt (z.B. im Sommer, wenn viel Brutfisch im See ist und man auf kleine Köder gehen muss), können auch Ruten mit einem Wurfgewicht um die 40g zum Einsatz kommen. Da wir beim Hecht aber immer noch von einem der größten und stärksten Raubfische in Deutschland sprechen, solltest du immer lieber auf Nummer sicher gehen und etwas schwerer fischen. Gerade dann, wenn du einen potenziellen Großfisch aus Hindernissen, wie z.B. Seerosen, fernhalten musst, wirst du eine etwas dickere Schnur und schwerere Rute nicht bereuen.

Die Rolle

Als Rollen werden meist Stationärrollen in einer 3.000-5.000er Größe eingesetzt – Gerne aber auch Baitcaster oder Multirollen, gerade wenn es um das Thema “Bigbait Fishing” oder das Schleppen geht. Wichtig ist hierbei , dass die Rolle robust ist und eine etwas stärkere Bremskraft hat.

Die Schnur

Bei der Schnurstärke solltest du beim Hechtangeln lieber eine Nummer dicker gehen, konkret werden geflochtene Schnüre zwischen 0.16mm und 0.28mm verwendet. Der Vorteil von Geflecht: Es hat kaum Dehnung. Heißt: Du bekommst Bisse direkt mit und kannst deinen Anschlag auch bei großen Wurfweiten gut durchbringen. Im Gegensatz dazu findet monofile Schnur beim aktiven Angeln auf Hecht nur selten Verwendung, wenn dann als Schlagschnur, z.B. beim Schleppfischen, da es durch ihre Dehnung viel Energie absorbiert, was dir in den meisten Fällen mehr Probleme als Vorteile bringt.

Das Vorfach

Bei der Vorfach-Frage scheiden sich die Geister. Viele Angler fischen heutzutage mit dickem Hard-Mono / Fluorcarbon in Stärken zwischen 0.90-1.10mm. Dieses bietet den Vorteil, dass es im Vergleich zum typischen Stahlvorfach deutlich unauffälliger unter Wasser ist, da es zwar dicker, aber deutlich weniger sichtig ist. Der Nachteil ist, dass es im Gegensatz zu Titan oder Stahl keine 100% Durchbiss-Garantie gibt.

Stahl ist das klassische Vorfachmaterial, wenn es auf den bezahnten Raubfisch geht. Es ist mit Titan zusammen die sicherste Lösung und kann auch viele Hechte ohne Probleme überstehen. Unterschiede gibt es auch hier, typischerweise findest du im Angelladen ein Angebot an 1×7 und 7×7 Stahl. Ersteres ist die deutlich steifere Variante, da es nur aus sieben in sich verdrehten Strängen gefertigt wurde. Daher wird es, ähnlich wie Titan, gerne zum Fischen mit Wobblern und Jerkbaits genutzt (Um das verwickeln des Köders im Wurf zu minimieren). 7×7 Stahl ist hingegen deutlich feiner, da es aus insgesamt 49 Strängen besteht. Dieses verwenden wir gerne, wenn wir z.B. auf Barsch oder Zander angeln, aber dennoch Hechtsicher unterwegs sein wollen. Das schon erwähnte Titan-Vorfach hat den Vorteil aus einem Draht zu bestehen und daher nicht zu verdrallen, sollte sich ein Hecht im Drill mal etwas mehr drehen, oder es quer zwischen die Zähne bekommen (einer der großen Nachteile von Stahl). Titan ist außerdem sehr steif, was gerade beim Fischen mit z.B. Jerkbaits den Vorteil bringt, dass sich der Köder beim Wurf nicht im Vorfach verfängt. Der Nachteil an Titan ist vor allem der Preis, da dieses Material verhältnismäßig teuer ist.

Hechtangeln mit Kunstködern

Als einer der am weitesten verbreiteten und größten Raubfische in Deutschland, ist der Hecht eine der Fischarten, die hierzulande am häufigsten mit dem sogenannten “Spinnangeln” oder auch “Spinnfischen” beangelt wird – also dem aktiven Werfen und Einholen von Kunstködern.  Welche Art von Kunstködern beim Hechtangeln zum Einsatz kommen, siehst du in den nächsten Unterpunkten. Vorab sei aber gesagt, dass das Spinnfischen auf Hecht sehr facettenreich ist und es von Gewässer zu Gewässer und je nach Jahreszeit stark variieren kann. Wir versuchen hier möglichst allgemein zu bleiben, um dir einen guten Grundeinblick liefern zu können.

Gummifische lassen sich auf verschiedene Arten führen. Am einfachsten ist das gleichmäßige Einkurbeln “Leiern”, das du mit kurzen Spinnstopps kombinieren kannst, damit der Köder wie ein verletzter Fisch absinkt. Stehen die Hechte eher grundnah, sind auch Jiggen oder Faulenzen oft sehr erfolgreich. Beim Jiggen wird der Köder vom Grund angehoben und wieder absinken gelassen, beim Faulenzen erfolgt das Anheben nur über 2–3 Kurbelumdrehungen – ganz ohne Rutenbewegung.

Ab einer Köderlänge von etwa 15 cm lohnt sich außerdem ein Stinger (Angstdrilling). Der zusätzliche Drilling sitzt hinter dem Jigkopf und erhöht die Hakenquote bei vorsichtigen oder kurzen Bissen.

Der Gummifisch ist einer der beliebtesten und vielseitigsten Hechtköder. Ob mit viel oder wenig Aktion, in Natur- oder Schockfarben – je nach Jahreszeit und Futterfisch funktionieren unterschiedliche Modelle. Für Einsteiger sind Gummifische zwischen 14 und 20 cm an den meisten Gewässern die beste Wahl. Da Hechte aggressive Räuber sind, bringen Köder mit einem stark flankenden oder rollenden Lauf oft gute Ergebnisse.

Die meisten Gummifische werden unmontiert verkauft und müssen auf einen Jigkopf aufgezogen werden. Dieser kombiniert Haken und Wurfgewicht. Bei größeren Ködern kommen häufig Screw-In-Köpfe mit zusätzlichen Drillingen zum Einsatz. Wie du Gummifische richtig riggst, zeigen wir dir ausführlich in einem separaten Blogbeitrag.

Gummifisch wird aufgezogen

Swimbaits sind eine Unterform der Gummifische und können als Kreuzung zwischen eben diesen und Wobblern gesehen werden. Sie werden vor allem beim Schleppangeln eingesetzt und vereinen durch Ihren festen Kopf und weichen Schwanz die Vorteile beider Überarten: Eine kontrollierbare Lauftiefe mit einem sehr natürlichen Laufverhalten. Beim gezielten Großhecht-Schleppen kommen Swimbaits in Längen von 20-40cm zum Einsatz, um die im Freiwasser lebenden Großhechte aus der Reserve zu locken. Dadurch, dass man diese Köder beim Schleppen auch nicht auswerfen muss, spielt auch das z.T. hohe Gewicht in diesem Fall keine große Rolle mehr

Wobbler gehören seit Jahrzehnten zu den bewährtesten Hechtködern. Auch wenn Gummifische heute oft im Fokus stehen, sind sie nach wie vor äußerst fängig. Sie imitieren Beutefische und erzeugen ihr typisches Laufverhalten durch ihre Körperform und meist eine Tauchschaufel.

Die Auswahl ist groß, deshalb solltest du dich zunächst an drei Fragen orientieren: Welche Futterfische kommen im Gewässer vor? In welcher Tiefe stehen die Hechte? Und welches Laufverhalten soll der Köder haben? Darüber hinaus spielen auch Gewicht, Form und Sinkverhalten – schwimmend, schwebend oder sinkend – eine wichtige Rolle, etwa wenn du weit werfen oder bestimmte Tiefen gezielt befischen möchtest.

Auch bei der Führung bieten Wobbler viel Spielraum. Schon beim gleichmäßigen Einkurbeln entwickeln die meisten Modelle einen attraktiven Lauf. Mit Twitches, Jerks oder kurzen Spinnstopps kannst du den Köder zusätzlich variieren. Gerade in den Pausen, wenn ein schwebender Wobbler stehen bleibt oder ein sinkendes Modell langsam absackt, entstehen oft die entscheidenden Bisse.

Mit dem Begriff “Jerkbait” beschreibt man in Deutschland klassischerweise schaufellose Wobbler, die Ihren Lauf vor allem durch das “Jerken” also “Reißen/Ziehen” der Rute erhalten. Der Vorteil dieser Art von Ködern: Ein unberechenbarer, irrationaler Lauf und aufreizende Pausen (je nach Führungsart). Gerade im Flachwasser sind Jerkbaits für viele Hechtangler das Non-Plus-Ultra. Besonders, wenn man z.B. im Winter flache Gewässerbereiche langsam befischen möchte, führt fast kein Weg an Jerks vorbei. 

Der Spinner ist neben dem Blinker der klassischste aller Hechtköder und gerade bei Anfängern sehr beliebt. Die funktionsweise dieses Köders ist denkbar einfach. Ein rotierendes Spinnerblatt ist auf einen Draht gezogen und fängt unter Zug an sich zu drehen. Durch die Drehung entsteht Druck, den der Hecht mit seinem Seitenlinien-Organ wahrnimmt. Dies verleitet Ihn dann im Idealfall zum Angriff, wo er auf dem hinten angebrachten Drilling hängen bleibt. Variationen von Spinnern, die vor allem aus dem amerikanischen Musky Markt kommen, sind sogenannte Bucktail Spinner. Diese haben, neben ein oder zwei großen Spinnerblättern, auch noch buschige Kunstfaser-Fransen um ihren Drilling gebunden.

Spinnerbaits sind eine Köderform, die ursprünglich aus den USA kommt und dort zum Bass-Angeln entwickelt wurde. Sie erzeugen durch Ihre Spinnerblätter viel Druck unter Wasser und die Fransen geben dem Köder zusätzlich ein großes Volumen. Damit soll dem Hecht ein kleiner Fischschwarm vorgespielt werden, in welchen er hineinrauben möchte. Spinnerbaits eigenen sich übrigens sehr gut zum Fischen im Flachwasser und an Struktur. Dadurch, dass der Haken hinter dem Draht “Skelett” liegt, ist er nämlich praktisch vor jedem Hänger geschützt. Auch die Köderführung ist hier ähnlich einfach wie beim Spinner. Auswerfen, ggf. etwas absinken lassen und dann gleichmäßig einkurbeln.

Der Blinker ist neben dem Spinner der andere Köderklassiker. Bei diesem Köder handelt es sich um ein speziell gebogenes Stück Metall. Durch die Biegung erhält der Blinker ein irrationales Laufverhalten, was die Hechte schier verrückt macht. In den vergangen Jahren ist diese Köderart vom “Go-To” zu einer echten Geheimwaffe geworden. Gerade im Zusammenspiel mit Sonnenlicht, erzeugt er Unterwasser nämlich eine unglaubliche Aufmerksamkeit und sorgt so immer noch für einige Ausnahmefänge. Gerade an Gewässern, wo viel mit Wobbler oder Gummifisch geangelt wird, kann sich ein Versuch mit dem Blinker besonders lohnen!

Posenangeln auf Hecht

Das Angeln auf Hecht mit der Pose ist ganzjährig eine tolle Alternative zum Spinnfischen, gerade wenn man es etwas ruhiger angehen möchte. Im Unterschied zum aktiven Angeln sitzt man hier eher an, macht also nicht so viel Strecke. Daher sollte man sich vor dem festlegen des Angelplatzes einige Gedanken machen, ob dieser auch nach dem Aufenthaltsort eines Hechtes aussieht. Gerade Schilfgürtel, Seerosenfelder oder überhängende Bäume, aber auch Brücken oder Wehre sind hier klassische Beispiele, an denen sich ein Ansitz mit dem Naturköder lohnen kann.

Das Posenangeln ist eine entspannte, ganzjährige Methode, bei der du gezielt typische Hechtbereiche anwirfst. Gute Spots erkennst du oft auf den ersten Blick:

Da du wenig Strecke machst, lohnt es sich, den Platz bewusst zu wählen.

Das Tackle

Für das Posenangeln eignen sich Deadbait‑Ruten zwischen 2,90 und 3,30 m mit 80–180 g Wurfgewicht. Die Länge erleichtert das Auswerfen langer Montagen und bringt Reichweite. Eine kräftige Karpfenrute funktioniert ebenfalls gut.
Als Schnur nutzt du am besten monofile 0,33–0,40 mm, weil sie:

Eine Freilaufrolle ist ideal für den Ansitz.

Freilaufrolle

Die Montage

Die Posenmontage besteht aus:

Beim Vorfach kannst du Einzelhaken oder Drillinge am Stahlvorfach nutzen. Der Köderfisch wird entweder durch den Rücken gehakt oder per Ködernadel aufgezogen. Wichtig ist, nicht zu lange zu warten, damit der Haken nicht zu tief sitzt.

Der Köder

Als Köder kommen zum “Deadbaiten” (also dem Angeln mit toten Köderfisch) aller Art von Fischen zum Einsatz. Klassiker wie Rotauge, Rotfeder oder Brasse sind an jedem Gewässer eine sichere Bank. Gerade im Winter können aber auch Meeresfische wie Makrele, Hering oder Stint erfolgsfördernd sein. 

Wichtig: Du solltest immer die Schwimmblase des toten Köderfisch zerstechen (funktioniert sehr gut mit einer Ködernadel), da er sonst u.U. mit dem Bauch nach oben an deiner Montage hängt – Was nicht sehr natürlich aussieht.

Im Allgemeinen gilt beim Deadbaiten auf Hecht: Lieber eine Nummer größer mit dem Köderfisch gehen. So selektierst du bereits vor und steigerst deine Chancen auf einen großen Fisch. Aber auch hier gilt wieder: Sobald der Winter Einzug hält, kann der Köfi kaum große genug sein. Während im Sommer Längen zwischen 10-20cm ideal sind, kannst du im Winter auch problemfrei 20cm+ Köderfische anbieten!

Grundangeln auf Hecht

Das Grundangeln ist besonders im Winter effektiv, da Hechte sich dann oft bodennah aufhalten. Die Ausrüstung bleibt ähnlich wie beim Posenangeln.

Rute im Winter auf Rodpod

Montage am Grund

Für einen Köder direkt am Boden nutzt du eine Laufbleimontage:

Montage am Schwebender Köder

Soll der Köder etwas über dem Grund stehen, kannst du eine U‑Pose aufs Vorfach ziehen, den Köderfisch mit Luft füllen oder einen Auftriebsköder in den Magen geben.

Haarmontage

Hier werden Fischstücke wie Boilies am Hair angeboten. Für den Auftrieb nutzt du Styropor oder Kork. Ein Circle Hook ist ideal, da der Hecht länger fressen darf und der Haken sauber greift.

Große Gummifische

Hechtangeln im Laufe des Jahres

1
Hechtangeln im Frühjahr

Nach der Schonzeit (meist 15.02.–01.05) startet die beste Hechtzeit: Nach dem Laichen und mit steigenden Temperaturen fressen die Fische extrem aktiv. Nach der Schonzeit stehen Hechte meist flach – Kraut, Schilf, Seerosen, Laichgebiete. War der Winter ungewöhnlich warm, können sie schon tiefer ziehen.

Ideal sind Spinnerbaits, Jerkbaits, flachlaufende Wobbler oder leicht beschwerte Gummifische, gern aggressiv geführt – die Hechte nehmen das jetzt problemlos.

2
Hechtangeln im Sommer

Im Sommer werden Hechte träge: Warmes Wasser senkt die Fresslust, Aktivität verlagert sich in Nacht und Dämmerung. Tagsüber stehen sie oft tiefer im kühleren, sauerstoffreicheren Wasser. Erfolgreich ist man früh, nachts oder an kühlen Spots wie Tiefen, Schattenbereichen und Seerosenfeldern.

Durch das große Angebot an Brutfischen schlagen Hechte häufig bei Barsch‑ und Zanderködern zu. In flachen Bereichen lohnt sich eine Ködergröße von 5–10 cm, und man sollte damit rechnen, dass auch ein Großhecht an der leichten Barschrute hängen kann.

Ab etwa 24/25 °C Oberflächentemperatur sollte man bei Catch & Release genau überlegen, ob man noch auf Hecht angelt: Der geringe Sauerstoffgehalt kann dazu führen, dass ein gedrillter Hecht trotz gutem Abtauchen später an Überanstrengung stirbt. Bei Hitze lässt man die Fische besser in Ruhe.

3
Hechtangeln im Herbst

Im Herbst kannst du echte Sternstunden erleben: Mit fallenden Wassertemperaturen steigt der Sauerstoffgehalt, die Hechte werden aktiver und fressen sich für den Winter Reserven an. Viele stehen weiterhin dort, wo sie im Sommer waren – nur deutlich motivierter. Jetzt greifen Hechte wieder häufiger zu großen Ködern. BigBaits, große Wobbler oder dicke Gummifische funktionieren hervorragend, weil die Fische nun bereit sind, größere Happen zu nehmen.

Sobald die Temperaturen Richtung Winter fallen, lohnt es sich, tiefere Bereiche mit Gummifisch abzusuchen. Erste Hechte ziehen bereits dorthin, um Energie zu sparen – fressen aber weiterhin zuverlässig, wenn der Köder gut präsentiert wird.

4
Hechtangeln im Winter

Im Winter sind die Beißfenster kurz, aber extrem lohnend: Jetzt fängst du oft die fettesten Hechte des Jahres, weil sie sich im Herbst Reserven angefressen haben und sich nur selten bewegen. Durchhalten zahlt sich aus. Große Köder sind jetzt meist Pflicht – ob große Köderfische oder BigBait‑Gummis und Wobbler. Winterhechte sparen Energie und nehmen lieber wenige, große Mahlzeiten statt viele kleine.

In wärmeren Bereichen wie Häfen, wo sich Kleinfisch sammelt, kann sich ein Downsizing trotzdem lohnen.

Hecht wird gekeschert

Wir hoffen, dass wir dir einen guten Gesamtüberblick zum Thema “Hechtangeln” geben konnten und du den ein oder anderen Tipp für deine nächste Session am Wasser mitnehmen konntest. Wenn du noch mehr lernen willst, kannst du dir einen unserer weiteren Blogbeiträge durchlesen oder dir unseren Expertenkurs “Hechtangeln mit Luis Mendez Acosta und Enrico Di Ventura” anschauen. Wir wünschen dir ein allzeit kräftiges Petri Heil und Tight Lines am Wasser.

Hechtangeln – so funktioniert das Angeln auf Hecht
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