7 Tipps zum Forellenangeln am Forellensee – Das solltest du beachten

06. Oktober 2022
Forellenangeln am Forellensee gehört zu einer der beliebtesten Angelmethoden. In diesem Bericht erfährst du 7 Tipps zum Angeln am Forellensee.
Tipp 1

Informiere dich vorab über den See

Bei dem Angeln an einem Forellensee ist das Motto: „Zeit ist Fisch“. Deswegen ist es am besten, wenn du dich bestmöglich im Vorherein über den See informierst und von den klassischen Forellenspots schon einmal gehört hast. Wenn du zu einem Forellensee fährst, den du noch nie vorhergesehen hast, dann kannst du die moderne Technik nutzen, um dir einen ersten Überblick zu verschaffen.

Einer von vielen Tricks ist sich mit Google Maps oder einem anderen online Kartenanbieter kannst du schauen, welche Dimensionen der See einnimmt und an welche Stellen du gut an das Ufer kommst, um auf Forellen zu Angeln. Eventuell hast du die Möglichkeit weitere markante Merkmale über das Satellitenbild zu entdecken, welche dir im späteren Verlauf deines Aufenthaltes viel Zeit sparen können. Oft tauschen sich Angler über Erfahrungen an einem Forellensee in sozialen Netzwerken und Foren aus, wodurch du vielleicht den ein oder anderen Insidertipp erhaschen kannst.

Tipp 2

Suche am Wasser gezielt nach Hotspots

Nachdem du deine Vorabrecherche getätigt hast, wird es Zeit, dass du an den See fährst und dir eigene Eindrücke holst. Nach folgenden Forellen Spots solltest du Ausschau halten, denn hier hast du gute Chancen auf einen dicken Fisch.

Um einen solchen Spot im Wasser besser zu entdecken, empfiehlt sich eine Pol-Brille, um die Spiegelung aus dem Wasser herauszufiltern. Die Polbrille gehört zu den Klassikern unter den Tricks am Forellensee.

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Tipp 3

Wähle die passende Ausrüstung

Forellen sind kampfstarke Fische, die im Drill überraschend viel Kraft entwickeln. Deine Ausrüstung muss darauf ausgelegt sein – sonst verlierst du Fische, bevor du sie überhaupt siehst.

Grundsätzlich und selbstverständlich ist es, dass du eine Angelrute mit entsprechender Rolle mithast, welcher deinem Angelstil und Bedürfnissen entspricht. Bei der Auswahl der richtigen Rute ist es wichtig, dass du weißt, mit welcher Methode du den Forellen nachstellen willst. Meistens wird bei dem Angeln auf Forellen auf eine der folgenden Methoden zurückgegriffen:

Je nachdem welche Art des Fischens dir am besten liegt, solltest du auf die Eigenschaften deiner Rute achten.

Auch die Rollen sind beim Forellenangeln am Forellensee elementar wichtig. Das Allerwichtigste ist, dass die Rollenbremse ruckelfrei arbeitet. Forellen sind Raubfische und können im Drill extrem kraftvoll sein. Beim Forellenangeln solltest du daher bei der Bremse keine Kompromisse eingehen. Des Weiteren sollte an deiner Rolle zum Forellenangeln eine leicht justierbare Freilauffunktion vorhanden sein, wenn du gerne mit Freilauf angelst.

Wenn du passiv auf Forellen angelst, solltest du den Rutenhalter nicht vergessen. Jede Sekunde, die der Köder im Wasser verbringt ist also Wertvoll und 2 Ruten im Wasser sind besser als nur eine. Um dies Taktik anzuwenden, brauchst du aber einen guten Rutenhalter. Je nach Gewässer und den Boden Gegebenheiten, empfiehlt sich ein Ständer zum Stecken oder zum Aufstellen.

Ein guter Kescher ist beim Angeln fast unerlässlich, da es sonst schwer wird die Fische an das Ufer zu bekommen. Das Herausheben mit dem Haken ist nicht gerne gesehen und hat auch nur Nachteile. Die Wahrscheinlichkeit das du den Fisch beim Herausheben verlierst ist größer und es besteht die Gefahr das der Haken in der Forelle stecken bleibt. Denk dabei also auch an den Fisch und vergiss den Kescher nicht!

Hast du die Forelle mit dem Kescher sicher ans Land gebracht, so brauchst du eine Zange um den Haken schnell zu Lösen. Die Zangen gibt es in verschieden Größen und Formen. Desto größer der Haken, desto mehr Druck und Kraft solltest du mit der Anglerzange aufwenden können. Zusätzlich kannst du auch einen Hakenlöser zur Zange verwenden, damit bekommst du auch sehr hartnäckig Fälle gelöst.

Als einen der letzten Schritte musst du nun den Fisch betäuben und waidgerecht töten. Dafür benötigst du einen Fischbetäuber (auch Fischtöter genannt), sowie ein gutes Messer, welches dir dann noch beim Ausnehmen des Fisches hilfreich sein kann.

Beim Angeln auf Forellen gibt es diverse Forellenköder, Kunstköder und Forellenmontagen. Zu den besten Montagen am Forellensee gehört das Angeln mit der Ghost Montage, mit dem Sbirulino oder der Pose. Neben der Montage brauchst du am Forellensee natürlich auch Wirbel, Haken, Vorfächer, Klemmblei und weiteres Zubehör.

Tipp 4

Organisiere deine Ausrüstung clever

Da du die Zeit, die du am See verbringst, um auf Forellen zu Angeln bezahlen musst, ist es clever die gesamte Angelausrüstung schon vorher vorzubereiten, um wertvolle Zeit zu sparen. Es kann auch sein, dass du nicht stundenweise bezahlst, sondern für eine Tageskarte. Auch eine gewisse Grundordnung ist von Vorteil, da du ganze genau weißt an welcher stell du die benötigte Ausrüstung finden kannst. Dabei helfen dir Tackelboxen oder Angelkoffer, in denen du deine Ausrüstung für das Forellenangeln ordentlich sortiert aufbewahrst und das leidige Wühlen im Rucksack umgehst.

Tipp 5

Kombiniere aktives und passives Angeln

Die effektivste Strategie am Forellensee ist eine Mischung aus aktivem und passivem Angeln. So hast du immer mindestens einen Köder im Wasser und kannst gleichzeitig aktiv nach Forellen suchen.

Während die passive Rute arbeitet, gehst du mit der aktiven Rute auf die Suche. So deckst du viel Wasser ab und findest schneller heraus, wo die Forellen stehen. Hierbei gilt: Der flexible Angler fängt die Forelle.

Tipp 6

Wechsle regelmäßig Köder und Position

Viele Angler nehmen den Ausdruck „passives“ Angeln viel zu ernst. So gibt es hin und wieder Besucher eines Forellenteiches, die einmal den Köder an dem Haken befestigen, die Rute auswerfen, ablegen, dann den ganzen Tag warten und sich wundern, warum kein Fisch angebissen hat. Bleib nicht zu lange an einer Stelle stehen.

Merke dir:

Regenbogenforelle im Drill
Köderwechsel bringt schnellen Biss
Tipp 7

Nutze Montagen, die zur Aktivität der Forellen passen

Passe deine Montage an das Verhalten der Fische an.

Für aktive Forellen

Für passive Forellen

1

Die Sbirolino-Montage

Die Montage leicht aufzubauen und auch für Anfänge super geeignet. Bei dieser Technik wirfst du die Montage erst weit aus und holst sie wieder ein, während du den Köder über dem Grund schwebend durch das Wasser führst. Wenn du mit dieser Montage angeln möchtest, musst du dich für einen der drei Sbirolino-Typen entscheiden, mit welchen du die Führungstiefe bestimmen kannst.

Für die Sbirolino-Montage benötigst du:

Die Anwendung der Sbirolino-Montage ist realtiv leicht. Du musst dich anfangs für einen der drei Sbirolino-Typen entscheiden (schwimmend, langsam sinkend, schnell sinkend). Für welchen der drei Arten du dich entscheidest, hängt von den Forellen und der Gewässertiefe ab. Stehen die Forellen relativ flach, nimmst du den schwimmenden. Stehen sie im Mittelwasser, solltest du dich für den langsam sinkenden entscheiden. Sind die Forellen sehr inaktiv und stehen grundnah, dann ist ein sinkender Sbirulino die beste Wahl. Diesen befestigst du an der Hauptschnur. Direkt danach bringst du eine Perle mit dem Wirbel zum Vorfach an. Dein Vorfach kann bei der Sbirolino-Montage etwas länger sein, mindestens 120cm, besser länger.

2

Die Gummifisch-Montage

Wenn du mit der Gummifisch-Montage auf Forellen angeln möchtest, hast du wieder mehrere Möglichkeiten wie du die Montage vorbereitest. Es gibt sehr viele unterschiedliche Varianten von Gummifischen in allen erdenklichen Farben und Formen. Auch beim Haken oder Montagen Variationen kannst du die Qual der Wahl.

Möchtest du den Gummifisch mit Jigkopf direkt auf dem Grund entlang führen oder lieber mit dem Sbirolino die Lauftiefe selbst bestimmen? Bei den Hakenmontagen kannst du dich zwischen dem klassisch montierten Haken und dem Offset Haken entscheiden.

Für die Gummifisch-Montage benötigst du:

Anwendung (Gummifische mit Jigkopf): Die die Verwendung von Gummifisch-Montagen ist im Prinzip recht simpel. Die Hauptschnur und dein Vorfach verbindest du bei dieser Montage mit einem Albright-Knoten. Dieser ermöglicht es unkompliziert Schnüre mit verschiedenen Durchmessern miteinander zu verbinden.

Es empfiehlt sich bei dem Vorfach einen Fluorocarbon Schnur zu verwenden, da diese durchsichtig und sehr widerstandsfähig ist. Danach befestigst du an dem Vorfach mit dem Grinner-Knoten einen kleinen Karabiner, an welchen du anschließend dein Gummifisch mit Jigkopf anbringen kannt.

Spinnfischen am See
Das Spinnfischen ist eine erfolgsversprechende Methode am Forellensee
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Die Pilotkugel-Montage

Die Pilotkugel-Montage kannst du einsetzen, wenn du weißt das sich den Fisch ganz knapp unter der Wasseroberfläche aufhalten. Möchtest du den Fischen dort einen Leckerbissen vor das Maul hängen, dann ist diese Montage bestens dazu geeignet. Bei der Pilotkugel handelt es sich um eine spezielle Kugel welche als Auftriebskörper am Vorfach fungiert.

Für die Pilotkugel-Montage benötigst du:

An deine Hauptschnur befestigst du zuallererst die Wasserkugel mit der Schnurinnenführung. Kurz vor dem Wirbel bringst du dann noch eine kleine Gummiperle an. Diese kann verhindern, dass sich der Knoten zum Wirbel löst und schützt ihn somit.

An deinem Vorfach befestigst du die Pilotkugel, mit welcher du die Tiefe deines Hakens bestimmen kannst. Achte drauf, dass zwischen der Schwimmkugel und der Pilotkugel genügend Platz ist. Die Schwimmkugel kann auf Forellen abschreckend wirken.

4

Die Posen-Montage

Bei der Posen-Montage versuchst du passiven Fische anzusprechen, indem du ihnen das Futter direkt präsentierst. Die Posen-Montage gibt es in mehreren Varianten, wobei jede ihre eigene Charakteristik hat. Bekannt sind unter anderem Posen-Montagen mit Federkiel, Wasserkugel oder mit Weitwurfpose.

Für die Posen-Montage benötigst du:

An deiner Hauptschnur befestigst du die Pose, welche du dir im vorherein ausgesucht hast. Nach deiner Pose lässt du von der Hauptschnur noch etwas Platz, bis du an ihr entweder ein Bleigewicht oder den Ghost-Glaskörper befestigst. Bei der Verwendung eines Ghost-Glaskörpers hast du den Vorteil, dass du die Montage weiter Auswerfen kannst.

Der Ghost-Glaskörper sinkt jedoch nicht so schnell wie ein Bleikörper, da Glas eine andere Dichte hat als Blei. Danach bringst du die Gummiperle und den Wirbel als Verbindungsstück zum Vorfach an. Mit der Länge deines Vorfaches kannst du dann wieder bestimmen in welcher Tiefe du Fischen möchtest.

Regenbogenforelle wird gekeschert
Geschleppte Forelle an der Posenmontage

Forellenangeln am Forellensee ist eine Mischung aus Vorbereitung, Beobachtung und Flexibilität. Wenn du die Hotspots erkennst, deine Ausrüstung im Griff hast und regelmäßig Köder sowie Position wechselst, steigen deine Chancen auf einen erfolgreichen Angeltag deutlich. Nutze die Vielfalt an Montagen, bleib aktiv und denke immer daran: Zeit ist Fisch. Mit der richtigen Mischung aus Geduld und Bewegung wirst du schnell merken, wie viel Spaß und Spannung im Forellenangeln steckt.

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7 Tipps zum Forellenangeln am Forellensee – Das solltest du beachten
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