Angeln in Brandenburg

Hecht vom Ruderboot
In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige, was du für das Angeln in Brandenburg benötigst. Natürlich geben wir dir auch ausreichend viele Gewässertipps & Angelmöglichkeiten.

Voraussetzungen und Regeln für den Fischfang

Um in Brandenburg mit der Fried- und Raubfischangel die Gewässer zu erkunden, bedarf es einen Fischereischein. Diesen kann jeder, Kinder ab dem 8. Lebensjahr erhalten, wenn man eine Prüfung abgelegt hat. Unter 8 Jahren kann man kein Besitzer eines Fischereischeines werden und somit auch keine Angel in die Hand nehmen. Der Online-Kurs der Anglerschmiede hilft bei der Vorbereitung auf die Anglerprüfung optimal. Hier kann man mit über 80 UHD Videos, Fischbildern und Probeprüfungen mit insgesamt 600 Fragen lernen. Hat man die Prüfung bestanden und für 25 € einen Fischereischein beantragt, so ist dieser in Brandenburg lebenslang gültig. In einem Turnus von einem Jahr (12 €), fünf Jahre (40 €) muss eine Fischereiabgabe gezahlt werden. Durch die, nach der Entrichtung erhaltene Abgabemarke wird der Fischereischein gültig und berechtigt den Angler zum Ausüben seines Hobbys.

Neben der Dokumente der Fischereibehörden benötigst du stets eine aktuell gültige Angelkarte. Angelkarten gibt es für das jeweilige Gewässer und werden beim Pächter direkt oder den ortsansässigen Angelgeschäften verkauft. Diese kannst du für einen Tag, eine Woche, einen Monat oder ein Jahr kaufen. Da einige Gewässer Fangbeschränkungen haben können, enthalten die Angelkarten Hinweise zu den Mindestmaßen, der gewässerspezifischen Schonzeit oder andern Rechtsvorschriften. Angler aus einem anderen Bundesland können sich sogenannte Ausgleichskarten holen.

Online Vorbereitungskurs zum Fischereischein

Petri Heil ohne Angelschein?

Urlauber und Unentschlossene können in Brandenburg ohne einen Angelschein auf Friedfische angeln. Sie müssen hierfür eine Fischereiabgabemarke (12 € für ein Jahr) nachweisen können und eine Angelkarte für das entsprechende Angelgewässer erwerben (Preis variiert je nach Gewässer). Die Marke muss für ihre Gültigkeit in die Nachweiskarte geklebt werden. Das Angeln mit Friedfischangeln, bzw. Handangel bedeute, dass ein einschenkliger Haken und pflanzliche (Teig, Getreide) oder tierische wirbellose (Wurm, Made) Köder oder deren Nachbildungen montiert sind. Verboten ist das Angeln mit Köderfischen oder deren Nachbildungen (wie Blinker, Spinner, Twister), das Verwenden von mehreren Haken oder Köderfischsenken. Touristen aus dem Ausland dürfen sogar auf Fried- und Raubfische angeln.

Angeln in Brandenburg - Gewässer Übersicht entlang der Flüsse

Der Landesanglerverband Brandenburg e.v stellt online eine Gewässerkarte zur Verfügung. Auf ihr sind fast alle Flüsse, Seen und Teiche eingezeichnet, egal wie groß oder klein diese sind. Wird das Gewässer von einem Fischer bewirtschaftet, findet sich keine Stecknadel im Verzeichnis, ein Angeln ist aber dennoch oftmals möglich.

Das Land Brandenburg ermöglicht es den Anglern, welche Mitglieder in einem Verband sind, exklusiv an Verbandsvertragsgewässern zu angeln.

Ucker und Uckermärkische Seenplatte

Die Ucker

Die Ucker ist ein knapp 100 km langer Fluss, mit Quelle in der Gemeinde Temmen-Ringenwalde. Sie gilt als Tieflandfluss mit einem 2200 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet. Die Ucker fließt eher langsam und ist ein abwechslungsreicher Fluss, welcher Fisch wie Aal, Flussbarsch, Rotfeder, Rotauge, Hecht, Zander, Döbel oder auch Karpfen ein Zuhause bietet.

Der Uckersee

Unterhalb von Prenzlau sind vielerlei kleinere und größere Seen angesiedelt. Der Uckersee, geteilt in den Unter- und Oberuckersee ist der größte und beinhaltet vor allem Fischarten wie Aal, Barsch, Hecht, Plötze, Karpfen, Quappe, Ukelei und Güster. Die beiden Seen sind durch den “Uckerkanal” miteinander verbunden, welcher knapp 4 km lang ist. Inmitten des Kanals liegt der Möllensee, umringt von angelegten Gräben und Verbindungsflüssen zu anderen Seen, wie dem Potzlower See, dem Blankenburger See und der Lanke an dem Oberuckersee. Des Weiteren bietet der Landkreis Uckermark den Großen Lychensee, welcher unter anderem Hechte, Flussbarsche, Zander und Rotfedern beherbergt. Aus dem Lübbesee können ebenfalls Hechte und Flussbarsche gezogen werden. Zudem sind Schleien und Karpfen mögliche Beute. Der Templiner See bietet Fischarten wie Hecht, Karpfen, Brachse und Schleien. Im Grünower See berichten Angler über Fänge mit der Grundangel. Der Fährsee nähe Templin hat neben den zuvor genannten Fischarten auch Zander, Aal und Güster zu bieten. Die Uckermark lockt Touristen mit einer weitläufigen Landschaft und wenig Bewohnern. An den Seen kann man Campingplätze und Badestellen (auch mit Hundewiesen) finden. Wer aktiv angeln möchte, kann sich Kanus, Kajaks und Boote ausleihen. Letztere sind unter 15 PS auch ohne einen Führerschein zu führen. Die Uferzonen der Seen laden zum Verweilen und Grundangeln ein. Sind nicht alle Familienmitglieder oder Freunde wegen der Fische in Brandenburg, so kann man fast alle Dinge rund um die Natur auf einem Hausboot tun.

Havel und Havelland

Die Havel

Die Havel ist ein Nebenfluss der Elbe. Sie ist ein Fließgewässer mit 334 km Länge, wobei “nur” 285 km durch Brandenburg, von Potsdam bis Rathenau fließen. Sie hat ihre Quelle in Ankershagen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Havel gilt als Hotspot für Hecht, Zander, Wels und Co. Ein Fang ist vom Boot aus etwas besser möglich, da viele Uferbereiche schwer zugänglich sind. Neben der Havel laden die zahlreichen angrenzenden Seen zur Erholung, Baden und Angeln ein, sodass die ganze Familie einen Überblick über die Angebote des Bundeslandes erhält. Dabei ist der Hinweis nicht außer Acht zu lassen, dass vor allem in der warmen Jahreszeit viele Menschen auf dem Wasser sind. Bei der Angelei vom Ufer aus sollte man auf die Dämmerung oder Nacht ausweichen, um den Bootsverkehr nicht zu stören, /nicht von ihm gestört zu werden. Oder du suchst dir einfach Stellen, wo die Havel breit genug ist und du nicht beim Angeln gestört wirst.

Der Templiner See

Der Templiner See nahe Potsdam hat trotz einer Tiefe von “nur” drei Metern einen guten Fischbestand. Hier sind Flussbarsche, Aale, Brachsen, Rapfen und auch Hecht zu beangeln. Als Angelmethode eignet sich hier besonders das Spinnfischen. Das Angeln vom Boot, vor allem mit einem Echolot, verspricht am besten Fisch.

Der Schwielowsee

Der Fischbestand im Schwielowsee besteht aus Aal, Barsch, Brassen, Döbel, Güster, Hecht, Karpfen, Rapfen, Rotauge, Rotfedern, Schleie, Ukelei, Wels und Zander. Beim Angeln auf Raubfische im leicht getrübten Wasser kann man es am besten mit grelleren Kunstködern versuchen. Kraut, Bäume und der Schiffsverkehr machen das Angeln durchaus schwierig. Möchte man die Friedfische aus den eher flacheren Regionen, um die vier Meter Grenze überlisten, kann man es mit Pop-ups probieren. Da der Untergrund eher schlammig ist, hilft es vom Ufer oder dem Boot aus eher härtere Untergründe zu suchen, da die Fische hier lieber fressen, als in Faulschlamm.

Die Insel Werdau

In Werdau hat die Havel einen verbreiteten Abschnitt, welcher an einen See erinnert. Auf der Insel Werdau sind die Uferbereiche gut zu erreichen, sodass Fische wie Rotaugen, Brassen und auch Alande am Ende des Tages auf der Habenseite zu verbuchen. Mit einer Tiefe von 4 bis 5 Metern im Durchschnitt können auch die dort fressenden Karpfen angelandet werden. Für die Raubfische Hecht, Barsch, Rapfen und Zander zahlt sich das Angeln vom Boot aus. Einen Waller mit dem Bellyboot zu fangen gibt einen besonderen Reiz und sollte durchaus versucht werden.

Die Ketziner Havelinseln

Die Havel macht nun im Norden eine Flussschleife. So kommen die Ketziner Havelinseln, Buchten und Altarme zum Vorschein, welche das Bild der Angelgewässer komplettiert. Da ein Ort wie an der Havel ein kleines Paradies für Vögel und Fische ist, muss man als Angler teilweise mehrere Meter zurücklegen, um einen passenden Uferplatz zu finden. Dafür ist man dann für sich allein.

Plauer See

Hinter Brandburg an der Havel ist das Plauer See – Revier zu finden. Darunter bilden der Breitlingsee, der Möserscher See und der Plauer See und kleinere Stillgewässer eine ca. 2000 ha große Wasserfläche. In den Gewässern sind Friedfische und Räuber, wie kapitale Hechte zu fangen. Wer vom Ufer aus auf Zander angeln will, kann dies besonders gut, mit grundnah geführten Gummiködern am Steindamm bei Tieckow. Es verengt sich die Havel von 300 auf 80 Meter. Zudem gibt es ein 12 Meter tiefes Loch, was für Fische gerade im Winter ein Rückzugsort sein kann.

Spree und Spreewald

Der Urlaub und das Angeln in Brandenburg soll einem Foto aus einer Kulturzeitschrift gleichen? Dann ab in den Spreewald!

Die Spree

Bereits bei der Frage nach der Quelle wird es kultig und sagenhaft. Die Spree entsteht aus drei Quellen nahe der Grenze zu Tschechien. Die Quelle in Ebersbach soll die älteste sein, dann gibt es noch die Quelle in Neugersdorf und die Quelle am Kottmar. Sie fließt 400 km lang und ist ein Nebenfluss der Havel, mit dem sie sich in Berlin zusammenschlißet und endet.

Da die Spree von der Schifffahrt genutzt wird, ist sie mit sämtlichen Hindernissen, wie Totholz und Strömungen ausgestattet. Die Strömung ist schwach bis mittel und das Wasser von klar, über leicht getrübt bis getrübt. Die Spree beinhaltet alles an Fisch, was ein Anglerherz höher schlagen lässt. In alphabetischer Reihenfolge beinhaltet die Spree Fischarten wie Aal, Aland, Barsch, Brassen, Döbel, Giebel, Güster, Hasel, Hecht, Karausche, Karpfen, Kaulbarsch, Kesslergrundel, Quappe, Rapfen, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Schwarzmund-Grundel, Spiegelkarpfen, Ukelei, Wels und Zander. Aber bedenke: auch wenn die Vielfalt der Spree dein Anglerherz höher schlagen lässt, ohne Fischereischein (Angelschein) und gezahlter Fischereiabgabe und Erlaubnisschein darfst du hier nicht angeln.

Ansitzangler können ihr Glück am Oder-Spree-Kanal versuchen. Die Uferzonen sind leicht zu erreichen und bieten zudem Abgeschiedenheit. Hier kann man die Angelmethode des Feederns ausprobieren und damit Weißfische und Brassen anlocken. Größere Fische lassen sich mit einer Maiskette an der Haarmontage fangen. Da ein künstlich angelegter Kanal oft eintönig erscheint, muss man die Karpfenhotspots erst ausfindig machen. Tiefe Löcher, Schilffelder, Anbindungen an Nebengewässer und breite Stellen im Kanal können hier Glück bringen.

Der Spreewald

Hauptmerkmal des Spreewaldes ist die natürliche Flussverzweigung der Spree, welche durch künstlich angelegt Kanäle erweitert wurde. Seit 1991 zählt es als UNESCO Biosphärenreservat und dient damit nicht nur der Erholung, sondern auch dem Erhalt der Natur. 36verschiedene Fische sind hier zu finden, darunter z.B. Aal. Aland, Barbe, Karpfen, Zander, Rapfen, Hecht, Schleie, Quappe oder Wels. Egal welcher Fisch, während der Schonzeiten herrscht ein Angelverbot. Darüber hinaus gibt es besondere Verhaltensregeln, Sperrbereiche und ein Nachtangelverbot in den Schutzzonen.

Im Spreewald fließen die ca. 70 km der Spree recht langsam. Mithilfe von Teig oder Wurm kann man Weißfische wie Blei, Aland oder Plötze ködern. Da nicht alle Uferzonen betreten werden dürfen, ist das Angeln vom Wasser aus eine Alternative. So können Paddelboote oder auch SUPs (Stand Up Paddling) als Hilfe dienen.

Oder

Die Oder ist ein 866 km lange Fluss, welcher seine Quelle in Tschechien hat und ins Stettiner Haff mündet. Die Oder ist sehr fischreich und hat gleichzeitig, wegen ihrer enormen Größe einen geringen Angeldruck. Durch die angrenzenden Gewässer, die Polder und Altarme ist beinahe jeder Süßwasserfisch Deutschlands beheimatet. Zander, Hecht, Wels, Rapfen, Quappe, Barben und Döbel sind nur einige Beispielfische.

Durch den sandigen Boden halten sich lästige Hänger in Grenzen. Mit Bleiköpfen von 14 bis 20 Gramm kann man bei normalem Pegel und mit 10 Gramm Jigköpfen bei Niedrigwasser kann man gut am Grund auf Raubfische mit Gummiködern angeln. Der Fischfang wird unterstützt, wenn man bei der Wahl der Köder auf die lokalen Angelläden hört und es mit Gummifischen in natürlichen Dekoren versucht.

Wer an der Oder bei Frankfurt/ Oder angeln möchte, kann es mit der Spinnrute versuchen. Auf den vielen Buhnenköpfen kann man den Flusslauf abfächern. Karpfenangler können in den Buhnenfeldern Futterplätze anlegen und so die Rüssler anlocken. Auch mit Tauwürmern oder Maiketten werden Karpfen an den Haken gelockt.

Der Finowkanal

Der erste Finowkanal wurde von 1605 bis 1620 erbaut und war die erste künstliche Verbindung zwischen der Havel und der Oder. Er ist die älteste künstliche Wasserstraße in Deutschland, die noch in Betrieb ist und unter Denkmalschutz steht. Der Finowkanal ist eine 32 km lange sogenannte “Sonstige Binnenwasserstraße” in Brandenburg. Sie zweigt bei Zerpenschleuse vom Oder-Havel-Kanal ab und mündet bei der Liepe in die Oder-Havel-Wasserstraße.

Angeln in Brandenburg heißt auch Angeln im Kanal. Durch die weiten Kurven, verschiedene Flussbreiten, strömungsberuhigte Bereiche mit Sandbänken, Schilf- und Krautbewuchs, ins Wasser hängende Bäume und auch Totholz schaffen einen beinahe perfekten Lebensraum für Fische.

Neiße

Die Lausitzer Neiße ist ein 254 km langer Nebenfluss der Oder. Im Isergebirge liegt seine Quelle und sie mündet in der Oder bei Ratzdorf. Der Grenzfluss zu Polen gilt als besonders fischreich, wobei Friedfische und auch Räuber hier ihren Lebensraum haben. Der Fischbestand umschließt beispielsweise Karpfen, Schleien, Hechte, Barsche, Aale, Barben, Döbel, Rapfen, Forellen und Rotfedern.

Elbe

Ihre Quelle hat die Elbe im Riesengebirge in Tschechien. Die knappen 1000 km sind reich an Fisch, wobei die Länge des Flusses in Deutschland knapp 98 km beträgt. In Brandenburg bildet sie die Landesgrenze zu Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen und durchfließt Brandenburg auf 84 km Länge.

Auf halber Strecke zwischen Hamburg und Berlin liegt die Elbe-Stadt Wittenberge. Hier bietet die Elbe alles für Raub- und Friedfischangler. Nicht nur die Häfen, sondern auch die zahlreichen Buhnenfelder und Uferzonen locken mit den verschiedensten Fischen. Friedfischangler sollten hier auf eine ausreichende Menge an Futter achten, da dieses vor der Durchfahrt der Schiffe teilweise schnell weggefegt ist. Die bereits angesprochenen Buhnen können an den Köpfen besonders mit der Spinnrute beangelt werden, um Rapfen zu fangen. Auch Top-Water-Köder wie Stickbaits versprechen eine spannende Angelei. Barsche und Zander lassen sich an den Zonen mit steilen Kanten, tiefen Löchern und Steinpackungen finden. Um sie aus den Gewässern zu holen, kann man es mit gejiggten Gummiködern versuchen, die über den Grund geführt werden.

Angelteiche

Angeln in Brandenburg ist mehr als “nur” Angeln an angelegten Teichen. Dennoch sind Forellen- und Karpfenteiche eine willkommene Alternative zu den Flüssen, Seen und Kanälen. Die Karpfenteiche wurden von Fischereibetrieben angelegt, welche ehemals der Fischzucht in der DDR gedient haben. Um sich ein eigenes Bild zu machen, lohnt sich ein Besuch der Teiche z.B. “Angelpark Neue Mühle”, “Angelteich im Winkel”, “Berners Angelteich”, “Fischerhütte Grünewalde” oder “Fischzucht Jamlitz”. Viele dieser Einrichtungen sind im Internet samt Fotos zu finden. Auch weitere Hinweise über Besatz, Öffnung, Preise und Co. sind dort nachzulesen. Die Erlaubnisse zum Angeln erhalten Kinder und Erwachsene direkt vor Ort.

Preise und Gebühren für die Angelkarten

Wie fast alles im Leben kostet auch das Angeln in Brandenburg Geld. Dazu soll gesagt sein, dass eine Angelkarte meist günstiger ist, wenn man Mitglied in einem Verein ist. Die Mitgliedsmarke gestattet es dem Angler, das ganze Jahr über die Vereinsgewässer ohne zusätzliche Kosten zu beangeln, wenn er die Jahreskarte einmal gekauft hat. Zudem kommt die Mitgliedschaft den einzelnen Angelvereinen zugute. Die Große Oderangelkarte beläuft sich für Mitglieder auf 40 €, die Große Havelkarte auf 80 €, die Kleine Havelkarte auf 7,50 €, die Spree- und die Müggelspreekarte auf 5 €. Die Salmonidenjahresangelberechtigung ist für 50 € zu erhalten. Möchte man den Wald als Zugang befahren, kostet diese Erlaubnis 15 €.

Die zu Beginn angesprochenen Ausgleichsangelberechtigungen richten sich an Angler mit einem Angelschein eines anderen Bundeslandes. Diese kosten für Angler/ Urlauber aus Mecklenburg-Vorpommern 10 €, aus Thüringen 5 €, aus Sachsen 10 €, aus Sachsen-Anhalt 10 € und Berlin 5 €. Angler aus einem andern Land, speziell Polen, können für 25 € auch eine solche Angelkarte beantragen. Hierbei sind die auf der Angelkarte vermerkten Gewässer in Brandenburg beangelbar. Mindestmaße sowie die Schonzeiten sind darauf vermerkt und entspringen dem Rahmen des Fischereigesetzes.

Nichtmitglieder des Landesanglerverbandes Brandenburg e.v können sich für 13 € eine Tagesangelkarte kaufen, welche kein Nachtangeln erlaubt. Die Wochenkarte beläuft sich auf 25 €, wobei eine Nachtangelberechtigung zusätzlich für 13 € erworben werden muss. Wer seine Angel, egal ob Fliegen- oder Spinnrute an einem Salmonidengewässer auspacken will, kann dies für einen Tag und für 18 € tun. Mitglieder im Verein müssen übrigens nur 10 € für eine Tagesangelkarte zahlen.

Neben der aktuell gültigen Angelkarte müssen Angler, egal ob mit oder ohne Angelschein, einen Nachweis über die Fischereiabgabe erbringen können. Wie bereits erwähnt, muss für eine solche Marke eine Zahlung von 12 € (für ein Jahr) oder 40 € (für fünf Jahre) getätigt werden.

An den Gewässern gelten die Angelkarten des Landesanglerverbandes Brandenburg e.v. Die Karten sind in jedem Anglergeschäft mit LAVB-Verkaufsstelle in Berlin und Brandenburg erhältlich. Alternativ können Angelkarten online über die Webseite des Landesanglerverbandes Brandenburg erworben oder auch via Post zugesandt werden.