Karpfenratgeber für den Sommer

Inhaltsverzeichnis

Wenn du bei Gesprächen mit 5 Anglern auch immer 10 verschiedene Meinungen über das Karpfenangeln präsentiert bekommst, bist du hier genau richtig! „Mythen“ und „Wahrsagungen“ rund um das Karpfenangeln sollten heutzutage der Vergangenheit angehören.

Mit diesem Karpfenangelguide möchten wir dir die wichtigsten Punkte, die zu beachten sind, an die Hand geben, damit du möglichst gute Chancen hast, deinen Zielfisch zu fangen. In diesem Blogbeitrag findest du grundlegende Informationen über die Gewässerwahl, Angelmethoden, Karpfenstandorte und das richtige Futter für die Karpfen. Viel Spaß beim Lesen und Erfolg beim Angeln.

Gute Gewässer für das Karpfenangeln

Umso wärmer es wird, desto wichtiger wird die Gewässerwahl, wenn du einen Karpfen fangen möchtest. Wieso spielt die Gewässerwahl eine Rolle? Karpfen werden in aufgewärmten Gewässern so richtig aktiv und beginnen bei bestimmten Temperaturverhältnissen mit der Laichzeit und benötigen vor dem kräfteraubenden Fortpflanzungsakt, in der Vorlaichzeit, ein gut gefülltes Futterpolster. Wenn es im Hochsommer jedoch zu warm wird, fahren die Karpfen aufgrund des Sauerstoffmangels im Gewässer ihre Aktivität wieder zurück. Wie du bestimmt schon schlussfolgern kannst, ist eine guter Indikator für das Karpfenangeln die Wassertemperatur.
Bei einer Wassertemperatur zwischen 16 und 17°C sind die Karpfen vorwiegend mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt, steigt dann die Temperatur in den Bereich von ca. 18-20°C beginnt die Laichzeit.

Diese Phasen finden je nach Gewässer zu unterschiedlichen Zeiten statt. Kleine und flache Gewässer erreichen die notwendigen Temperaturen schon zu einem früheren Zeitpunkt. Je nach Temperaturlage kann dies bereits im Mai der Fall sein. Tiefe Gewässer benötigen wie zu erwarten länger, um die Karpfen auf „Betriebstemperatur“ zu bringen. Im Sommer ist es sinnvoll, sich Gewässer zu suchen, die etwas tiefer sind. Diese sind im Vergleich zu flachen Gewässern sauerstoffreich und damit für dich die erste Wahl im Sommer. Such dir Gewässer, die tief sind oder sehr tiefe Bereiche haben. Diese sind auch im Sommer noch kühl oder zumindest kühler als die flachen Gewässer/ Gewässerabschnitte. 

Tipp: Auch in verhältnismäßig flachen Gewässern kannst du im Sommer gut fangen. Nutze hier das Wetter als dein Ass im Ärmel. Wenn richtig “schlechtes” Wetter angesagt ist, dann solltest du am Wasser sein. Richtig starker Sturm und Dauerregen ist für uns als Angler natürlich alles andere als angenehm, allerdings kommen die Karpfen dann richtig in Fahrt. Das flache Gewässer kühlt etwas ab, der Sauerstoffgehalt erhöht sich und du kannst wahre Sternstunden erleben., da dieses Wetter die Fische aktiviert.

Merke dir zur Gewässerwahl im Sommer...

Kleine und flache Gewässer im Frühsommer

Um möglichst erfolgreich einen Karpfen zu Beginn des Sommers an den Haken zu bekommen, solltest du also vorerst in kleineren und flacheren Gewässern auf die Jagt gehen. Sie sind am schnellsten aufgewärmt und bieten dir in diesem Zeitraum die besten Aussichten auf einen Karpfen. Sobald die Temperaturen nach oben gehen, empfehlen wir dir, nach Gewässern zu schauen, die tiefer sind. Diese sind nicht so temperaturempfindlich und brauchen länger, bis sie warm (und sauerstoffarm) werden. Wenn also Sonnenbrand-Gefahr besteht, dann sollte dein Gewässer tiefer sein als zu Beginn des Sommers. 

Tiefe Gewässer & Fließgewässer im Hochsommer

Wenn es in den kleinen Gewässern so langsam ungemütlich warm wird, solltest du lieber auf große und vor allem tiefere Gewässer umsteigen. Hier dauert der Prozess etwas länger, bis das Wasser für die Karpfen zu warm wird. Wenn du die Möglichkeit hast, kannst du auch auf Fließgewässer (kleine Flüsse) umsteigen und dort deinen Karpfen fangen. In Fließgewässern ist die Temperatur grundsätzlich niedriger als im See und somit auch sauerstoffreicher. Die Fische sind aktiver und fressen mehr. Beste Chancen für dich, einen Karpfen in deinen Kescher gleiten zu lassen.

"Fische vorerst in kleinen und flachen, später in großen und tiefen Gewässern auf Karpfen im Verlauf des Sommers."

Marc Voosen

Wo stehen die Karpfen im Sommer?

Zu diesem Thema haben wir in unserem Blogbeitrag „12 Tipps zum Karpfenangeln“ schon einmal ein paar informative Worte verloren. In diesem Blogbeitrag wollen wir noch einmal genauer auf die Thematik der Karpfenstandorte im Sommer eingehen.

Krautfelder

Karpfen findest du im Sommer oft in der Nähe von Krautfeldern. Wenn du an den Kanten entlang der Krautfelder deinen Köder platzierst, wirst du sehr hohe Erfolgsaussichten auf einen Karpfen haben. Karpfen lieben die Krautfelder, da sie diese auf viele Weisen für ihren Vorteil nutzen können. Sie eignen sich perfekt zum Verstecken und als Laichmöglichkeit für die Karpfen. Auch nach Nahrung muss der Karpfen im Krautfeld nicht lange suchen. Je nach Beschaffenheit des Sees und die Klarheit des Wassers kannst du in klaren Gewässern Krautfelder/ Unterwasserwiesen bis in einer Tiefe von 10 Metern finden. Wenn du ufernah angelst, lohnt sich gegebenenfalls eine Polbrille für dich, damit du die Spiegelungen von der Wasseroberfläche nimmst und die Krautfelder noch besser erkennen kannst.

Schilfkanten

Schilfkanten sind sehr dankbare Spots, um auf einen Karpfen zu angeln. Auch hier finden die Fische sehr viel Nahrung und planen diese Ort fest auf ihren Futterrouten mit ein. Du musst quasi nur noch deine Angel auswerfen und warten bis ein Karpfen deinen Leckerbissen sieht und zubeißt.

Überhängende Bäume

Überhängende oder umgekippte Bäume, die im Wasser liegen bieten für Karpfen an warmen Sommertagen ein schattiges Plätzchen, an denen sie neben etwas erholsamer Pause auch reichlich Nahrung finden können. Wenn du es hier versuchst bist du meistens gut beraten.

Seerosen

Genauso wie überhängende Bäume spenden Seerosen den Karpfen Schatten. Unter den Seerosen leben am Gewässergrund viele Würmer, Schnecken und andere Kleinstlebewesen, die von den Karpfen als Nahrung aufgenommen werden. Die Fische finden hier natürliche Nahrung und durch die Seerosen gleichzeitig Schutz, daher fressen sie hier ohne Argwohn und du solltest auf jeden Fall mal eine Rute an einem Seerosenfeld platzieren.

Plateaus und Kanten

Plateaus sind Erhebungen im Wasser, welche wie eine natürliche Barriere die Karpfen und andere Fische dazu zwingen, an der Kante entlang zu schwimmen. Der Fuß des Plateaus bietet sich daher besonders dazu an, die Rute auszuwerfen, da die Karpfen auf ihren Routen durch das Wasser an diesen Stellen immer wieder vorbeikommen. Im Sommer ist es ratsam, die tiefe Kante an zu angeln, da es hier kühler ist, als auf dem Plateau, wo die Sonne direkt drauf scheint.

Inseln

Eine Insel bietet zumindest erst einmal rein optisch einen absoluten Hotspot in jedem Gewässer. Aber auch unabhängig von der reinen Optik ist eine Insel auch für die Karpfen oftmals ein Magnet. Um eine Insel herum ist es oftmals flach bzw. haben wir eine sehr interessante abfallende Kante. Diese im Sommer an der unteren Kante zu beangeln macht Sinn, da sich hier Futter sammelt– und wo Futter ist, da sind auch die Karpfen.

Welches Karpfenfutter für das Angeln im Sommer?

Grade im Sommer scheiden sich die Geister bei der Frage, welches Futter und wie viel davon benötigt wird. Allgemein gesprochen bei der Beantwortung der Frage kein richtig oder falsch. Jeder hat eine andere Herangehensweise und andere Erfahrungen beim Füttern gemacht. Da es in der Sommerzeit ein sehr hohes Angebot an natürlichem Futter gibt und die Karpfen eine große Auswahl haben, solltest du darauf achten, dass du wirklich hochwertige Nahrung verwendest. Viele vergessen, dass es auch noch andere Fische in den Gewässern wie zum Beispiel Rotaugen und Brassen gibt, die ganz verrückt nach deinen Futtergaben sind. Es empfiehlt sich also in Gewässern mit hohem Weißfischbestand etwas mehr zu füttern, als in Gewässern, wo es wenige Mitesser gibt. Mit der Kombination aus Partikeln und hochwertigen Boilies hast du die besten Chancen einen Karpfen aus dem Wasser zu ziehen. Durch die Verwendung von Partikeln kannst du die ganzen kleinen Fische bei Laune halten, während du extra große Boilies verwendest, um damit die Karpfen anzusprechen. Bei Bedarf kannst du die Boilies auch nachtrocknen lassen, damit sie härter werden und der Selektionseffekt verstärkt wird.

Geheimwaffe Dip

Wenn die Karpfen immer noch nicht so beißen, wie du es dir vorstellst, kannst du ihnen die ganze Sache auch noch etwas versüßen, indem du mit Dip’s deine Boilies verfeinerst. Dadurch haben diese eine extra Lockwirkung und werden von den Fischen eher wahrgenommen.

Profitipps zum Anfüttern der Karpfen...

Angelmethoden im Sommer auf Karpfen für den maximalen Fangerfolg?

Im Sommer kannst du variantenreich auf Karpfen angeln. Die Fische sind sehr aktiv- genau das musst du auch sein. Wenn die Karpfen an der Oberfläche stehen und dort fressen, dann musst du sie auch dort beangeln. Fressen sie in den Morgenstunden im Uferbereich vom Boden, dann solltest du genau dort auf Grund angeln. 

Grundangeln in der Nacht

Das Grundangeln ist allgemein eine sehr verbreitet und erfolgsversprechende Methode. Wenn du sie jedoch in der Nacht anwendest, erhöhen sich deine Erfolgsaussichten noch einmal erheblich.

In der Nacht kann der Karpfen Nahrung, die auf der Wasseroberfläche treibt, nicht erkennen, sodass er sich überwiegend auf dem Grund des Gewässers befindet und dort auf der Suche nach Futter ist. Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um deinen Köder auf dem Grund des Gewässers zu platzieren und auf den hungrigen Karpfen zu warten. 

Keep it simple: Nimm einfach einen Boilie, eventuell mit einem Popup verfeinert und wirf diesen an deine favorisierte Stelle. Wenn die Fische Hunger haben, wirst du auf diese einfache Montage deinen Fisch fangen.

Schwimmbrot an Sommertagen

An schönen Sommertagen verbringen die Karpfen gerne auch Zeit in der Nähe der Wasseroberfläche. In diesen Momenten genießen die Karpfen ein wohltuendes Sonnenbad und halten gleichzeitig Ausschau nach einem Leckerbissen, der sich auf der Wasseroberfläche tummelt. Karpfen sind in der Lage ihre Nahrung von der Wasseroberfläche zu schlürfen.

Wenn du deine Augen offenhältst, kannst du sie buckeln oder auch springen sehen. An diesen Stellen lohnt es sich für dich deine Montage mit Schwimmbrot auszuwerfen und ihnen damit den Leckerbissen direkt vors Maul zu werfen.

Das Angeln mit Schwimmbrot auf der Oberfläche kann sehr spannend sein, da du den Karpfen beim anschwimmen und zuschnappen direkt beobachten kannst. Bedenke aber das Karpfen sehr schlau und aufmerksam sind. Verhalte dich also immer sehr ruhig und vermeide hektische Bewegungen am Wasser, dann steht deinem Angelerfolgen nichts im Weg. 

Merke zur Wahl der Angelmethode auf Karpfen...

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