Karpfenangeln mit Partikeln: Mais, Tigernüsse & Co.

Inhaltsverzeichnis

Karpfenangeln mit Mais 🌽

Das Karpfenangeln mit Mais ist weit verbreitet und sehr beliebt. Das mag auch daran liegen, dass sich viele Karpfen schon an den gelben Leckerbissen gewöhnt haben. In Karpfenaufzuchten oder Karpfenteichen wird häufig Mais verwendet, um die Fische zu füttern. Jedoch haben nicht nur Karpfen den Mais zum Fressen gern, sondern auch so gut wie alle anderen Weißfische. Wenn du also mit Mais angelst, ist es fast unumgänglich, dass sich z.B. eine Brasse an deiner Rute meldet.

Vorteile beim Karpfenangeln mit Mais

Wie schon erwähnt, die Karpfen lieben Mais und werden sich den Leckerbissen mit Sicherheit nicht entgehen lassen. Vor allem im Sommer sind die Fische verrückt danach, da der Mais eine perfekte Kohlenhydratquelle für sie darstellt und sie zu dieser Zeit sehr viel Energie benötigen. Die Verwendung von Mais als Köder ist sehr einfach, da er sich super am Haken befestigen lässt. Du kannst ihn sowohl auf dein Haar am Karpfenrig, als auch auf deinen Haken sehr einfach aufziehen. Außerdem kannst du den Mais überall und in verschiedenen Formen preisgünstig Einkaufen. Jeder Lebensmitteldiskounter hat Mais in Dosen im Angebot, bei einem guten Angebot kannst du also einfach in den Laden um die Ecke gehen und dich mit dem Köder eindecken. In Futtermittelgeschäften findest du Hartmais auch als Sackware und kannst ihn dort günstig beziehen. So kannst du dir deine Mengen immer sauber portionieren.

🔥 Tipp: Als Hakenköder empfiehlt sich eher Hartmais als Dosenmais. Bei weiten Würfen kann es sein, dass der weiche Mais aus der Dose abfällt. Der gekochte Hartmais ist deutlich härter und hält bei weiten Würfen bedeutend besser.

Zubereitung von Hartmais für das Angeln

Der Mais kann an sich in 3 verschiedenen Formen als Karpfenköder dienen:

  • trockener Mais
  • aufgequollener Mais
  • gekochter Mais

Wenn du den Mais trocken verfütterst, hast du den geringsten Aufwand. Einfach am Haken befestigen (vorher kurz durchbohren, da er steinhart ist) und ab ins Wasser damit. In Karpfenzuchten wird der Mais auch meist ohne ihn Aufquellen verfüttert und die Fische lieben es.

Das Aufquellen der Maiskörner lässt das Volumen des Köders vergrößern. Damit wird der Mais noch besser verdaubar für die Karpfen. Gleichzeitig bietet das Quellen lassen eine selektive Funktion. Kleine Fische können den Mais nichtmehr so einfach einsaugen. Am besten kannst du den Mais in einem Eimer 🪣 quellen lassen. Dazu befüllst du den Eimer zur Hälfte mit Mais und schüttest danach heißes Wasser drauf. Jetzt musst du den Eimer nur 24 Stunden ruhen lassen und schon ist dein aufgequollener Mais fertig. Beachte aber, dass du den Eimer nicht zu voll machst. Das Volumen des Mais kann bis zu 50% größer werden.
Der gekochte Mais bietet für den Karpfen noch einmal einen Grund mehr zuzubeißen. Durch das Kochen entfalten sich das Aroma und die Geschmacksstoffe vom Mais viel stärker. Gerade an Seen, an denen viele Angler aktiv sind und einen Karpfen an den Haken bekommen wollen, ist der gekochte Mais eine Möglichkeit, dass du dich von den restlichen Anglern abhebst.

🔥 Tipp: Mit einem bisschen Vanillezucker oder Flavour aus dem Angelladen kannst du den Hartmais noch etwas aufpimpen. Dieser erhält dann einen zusätzlichen Geschmack, der sich im Gewässer überträgt und perfekt von den Fischen wahrgenommen werden kann.

Wie du den Mais fürs Angeln am besten kochst

Schritt 1

Am besten nimmst du bereits vorgequollenen Mais. Du benötigst zum Kochen 👨‍🍳 am besten einen großen Topf, den du wieder zur Hälfte mit dem Mais befüllst. Anschließend gießt du das Wasser darüber, in welchem der Mais vorher gequollen ist. Der Mais muss während des gesamten Kochprozesses mit Wasser bedeckt sein. Das angesprochene Flavour bzw. den Zucker gibst du am besten vor dem Quellen mit in das Behältnis, spätestens allerdings vor dem Kochen.

🔥 Tipp: Als Hakenköder empfiehlt sich eher Hartmais als Dosenmais. Bei weiten Würfen kann es sein, dass der weiche Mais aus der Dose abfällt. Der gekochte Hartmais ist deutlich härter und hält bei weiten Würfen bedeutend besser.

Schritt 2

Wenn du den Topf im richtigen Verhältnis befüllt hast, kann er nun auf die Herdplatte gestellt werden und kochen. Der Mais muss ca. 30 Minuten kochen, bis er fertig ist. Wenn du sehr kleinen oder geschroteten Mais verwendest, dann ist die Kochzeit in der Regel kürzer. Wenn der Mais Topf ein klein wenig köchelt reicht dies vollkommen aus und hilft dir auch ein Überkochen des Topfes zu vermeiden.

Schritt 3

Ist der Mais fertiggekocht, solltest du ihn noch etwas ziehen lassen, damit sich die Aromen noch besser entfalten. Das „Ziehen lassen“ kann sich dabei auch über mehrere Tage hinziehen, je nach Bedarf. Du kannst Mais perfekt über längeren Zeitraum lagern. Du musst nur auf eine elementar wichtige Sache achten: Der Mais muss immer mit Wasser bedeckt sein. Sobald Maiskörner an der Oberfläche zu sehen sind, wird der Mais schimmeln und du kannst und solltest ihn auf keinen Fall mehr verwenden.

PS: Der Geruch von gegorenem Mais ist für Karpfen absolut anziehen… für uns Angler eher das komplette Gegenteil. Aber das wirst du schon noch riechen 😉

Karpfenangeln mit Weizen 🌾

Das Karpfenangeln mit Weizen ist heutzutage nichtmehr all zu populär. Viele Angler greifen lieber auf andere Futterköder zurück, obwohl Weizen einige gute Vorteile bietet. Vor einigen Jahren war Weizen um einiges beliebter und wurde regelmäßig verfüttert.

Vorteile beim Karpfenangeln mit Weizen

Weizen bietet ähnliche Vorteile wie Mais. Mit Weizen kannst du eine Stelle super anfüttern. Dadurch, dass Weizen verhältnismäßig klein ist und die Fische die Körner meist einzeln einsaugen, hast du den Effekt, dass die Fische sehr lange an einem Futterplatz bleiben. Außerdem spricht für Weizen, dass die Körner für die Fische leicht verdaubar sind und ihnen nicht schwer im Magen liegen. Grade im Sommer, wenn die Fische viel Nahrung benötigen, ist der Weizen eine perfekte Kohlenhydratquelle, welchen du einfach und in großer Menge für wenig Geld beziehen kannst. Wenn du in einer ländlichen Gegend wohnst, kannst du zum Beispiel die örtlichen Bauern fragen, oder du beziehst den Futterweizen direkt aus der Tierhandlung.

Zubereitung von Weizen für das Angeln

Am besten ist es, wenn du den Weizen vor dem Füttern aufquellen lässt oder ihn kochst. Dadurch entfalten sich die Aromen, sodass die Fische noch besser von deinem Futter angezogen werden und auch nichtmehr so schnell gehen wollen. Des Weiteren können die Fische den aufgequollenen Weizen noch besser verdauen. Bei der Zubereitung verhält es sich ähnlich wie bei dem Mais.

Beim Aufquellen von Weizen benötigst du im Prinzip nur Weizen 🌾, einen Eimer 🪣 und Wasser 💧. Befülle den Eimer bis zur Hälfte mit Weizen und gieße Wasser auf, bis nur noch ein Viertel des Eimers frei ist. Jetzt heißt es abwarten. Lass den Eimer einfach ein zwei Tage stehen, bis der Weizen schön aufgequollen ist. Während des Prozesses kann ein unangenehmer Geruch entstehen. Hier ist zu empfehlen, dass du den Eimer abdeckst und ihn draußen aufbewahrst. Wichtig ist wie bei allen Partikeln: Alles muss mit Wasser bedeckt sein, sonst kann es schimmeln. Zucker kann den Prozess beschleunigen, wenn du willst, kannst du also einen Tasse Zucker hinzufügen und einmal kurz umrühren.

Schritt 1

Beim Kochen von Weizen legst du den Weizen mindestens 24 Stunden vor dem eigentlichen Kochen in ein Gefäß und bedeckst den Weizen großzügig mit Wasser. Somit verkürzt sich deine effektive Arbeitszeit und du sparst Stromkosten für den Herd. Schau ab und zu mal in das Gefäß, ob der Weizen noch ausreichend mit Wasser bedeckt ist. Falls nicht, schütte etwas Wasser nach.

Schritt 2

Nimm dir einen großen Topf und fülle ihn zur Hälfte mit Weizen auf. Bedecke anschließend den Weizen, bis ¾ des Topfes gefüllt ist. Danach lässt du ihn mindestens 30 Minuten auf leichter Stufe köcheln. Vergiss dabei nicht dein Gebräu hin und wieder mal umzurühren.
Zusätzlich kannst du den Weizen beim Aufquellen oder Kochen mit Aromen anreichern. Der Weizen wird sich damit vollsaugen und die Fische werden es lieben!

Karpfenangeln mit Hanfkörnern 🌱

Vorteile von Hanfkörnern

Hanfkörner sind kleine ölige Körner mit einem starken eigenen Aroma, welches auf Karpfen und Weißfische sehr anziehend wirkt. Das Karpfen die Hanfkörner gerne fressen, liegt wahrscheinlich auch an dem Aussehen der Körner, da sie eine gewissen Ähnlichkeit mit den natürlichen Nahrungsquellen der Karpfen haben. Dadurch, dass die Körner eher kleiner sind, eignen sie sich hervorragend zu Füttern der Karpfen und sorgen dafür, dass die Fische lange an dem Futterplatz bleiben. Zudem sind die Hanfkörner für die Fische sehr gut verdaulich.

Zubereitung von Hanfkörnern für das Angeln

Bevor du die Hanfkörner als Futter verwenden kannst, musst du die Körner kochen Wenn du jetzt denkst, dass du den Karpfen in ein Rausch versetzen sollst, dann hast du recht. Aber bitte bedenke das hierbei ein Futterrausch gemeint ist und nichts anderes! 🙂 Die kleinen schwarzen Hanfkörner sind ein sehr nahrhafter Leckerbisse für die Karpfen. Hanfkörner kannst du in Angelläden oder Zoohandlungen erwerben. Online findest du auch ein großes Angebot an Hanfkörnern.

Und anschließend ziehen lassen. Benötigt wird dafür nur ein Topf, die Hanfkörner und Wasser.

Schritt 1

Befülle den Topf mit Hanfkörnen und anschließend mit Wasser. (Auf 1 kg Hanfkörner 2 Liter Wasser). Wunder dich nicht, die Körner schwimmen anfangs und saugen sich nach und nach mit Wasser voll. Wenn sie komplett vollgesogen sind, sinken sie zum Boden. Das kann teilweise bis zu 48 Stunden dauern. Bevor du mit dem Kochen beginnst, empfehlen wir die schwimmenden Hanfkörner abzuschöpfen.

Schritt 2

Stelle den Topf auf den Herd und lass dein Gemisch mindestens für 45 Minuten kochen. Die Hanfkörner sind dann fertig, wenn sie aufgeplatzt sind. Das erkennst du daran, dass der weiße Keim herausguckt. Danach drehst du die Herdplatte ab und deckst den Topf mit einem Deckel zu, damit die Wärme noch einige Zeit im Topf erhalten bleibt.

Schritt 3

Du kannst den Hanf noch gut und gerne 24 Stunden im eigenen Sud ziehen lassen. Hanf ist der einzige Partikelköder, der ranzig wird, wenn du ihn nicht direkt verwendest. Daher empfehlen wir dir, den Hanf immer frisch zuzubereiten. Alternativ kannst du ihn auch in einer größeren Menge kochen und ihn dann in z.B. ein Kilo Tüten vakuumieren und einfrieren. Das ändert rein gar nichts an der Qualität und du hast immer frischen Hanf zum Angeln parat.

Karpfenangeln mit Tigernüssen 🥜

Tigernüsse sind unter den Karpfenanglern sehr bekannt und verbreitet. Fast jeder Angler hat ein paar von den Leckereien für die Karpfen dabei. Bei den Tigernüssen handelt es sich um kleine süße Nüsse, die bei den Karpfen sehr beliebt sind. Tigernüsse gehören zu den größeren Partikelfuttermitteln und bringt somit ein paar Vorteile mit sich. Man kann die Tigernüsse direkt als Hakenköder oder zum Anfüttern benutzen. Wenn es mal schnell gehen muss, kannst du dir die Tigernüsse direkt fertig zubereitet im Laden für Angelbedarf erwerben.

Vorteile von Tigernüssen

Tigernüsse sind durch ihre Größe und Härte eins der selektivsten Partikel Futtermittel. Andere kleiner Fische als Karpfen haben Schwierigkeiten die Nüsse zu fressen, weshalb der Futterplatz für diese eher uninteressant ist. Karpfen hingegen können die Tigernüsse mit ihren Schlundzähnen zerbeißen, wobei ein lautes knack Geräusch entsteht. Dieses ist sehr anregend für das Fressverhalten der Karpfen und lockt auch andere Exemplare zu dem Futterplatz. Durch den „Crunch-Effekt“ sorgt es bei den Karpfen für dasselbe Gefühl, wie wenn sie Muscheln aufknacken. Die leichte Verdaulichkeit sorgt zudem für ein gesundes Fressverhalten der Karpfen. Während das Kaufen von komplett fertigen Tigernüssen bei größeren Mengen sehr teuer werden kann, ist das selbst zubereiten einfach und kostengünstig. Im Laden für Angelbedarf findest du oft Vorratspackungen mit einem guten Kilopreis. Dennoch ist die Tigernuss verhältnismäßig teuer im Vergleich zu Mais und Weizen.

Zubereitung von Tigernüssen

Damit die Tigernüsse zu einem Geschmacks-Hit für die Karpfen werden, musst du sie unbedingt kochen. Dabei entfalten sie ihr süßliches Aroma, werden gut verdaulich und vergrößern ihr Volumen.

Die wohl am meisten verwendete Methode zur Zubereitung der Tigernüsse findet in 3 Phasen statt, dafür sparst du dir effektive Arbeitszeit und Stromkosten.

Schritt 1

Such dir ein Kochtopf, welchen du zur Hälfte mit Tigernüssen füllst und anschließend mit einigen Zentimetern Wasser überdeckst. Lass den Topf für mindestens 24 Stunden stehen, damit sich die Nüsse mit dem Wasser vollsaugen können.

🔥 Tipp: Füge etwas Salz beim Einlegen hinzu. Salz ist ein Geschmacksverstärker und die Fische stehen drauf! Alternativ macht es auch Sinn, Zucker hinzuzufügen, da so das Schleimen (Schleimprozess) der Tigernüsse beschleunigt wird. Darauf gehen die Fische erst so richtig ab 😉

Schritt 2

Stelle den Topf anschließend auf den Herd und lasse ihn für ca. 40-50 Minuten kochen. Rühre dabei hin und wieder um.

Schritt 3

Wenn du die Tigernüsse fertiggekocht hast, solltest du sie mit dem heißen Wasser in ein verschließbares Gefäß füllen und dort für mehrere Tage aufbewahren. Durch den Fermentierungsprozess entsteht der Schleim. Diesen solltest du auf jeden Fall mit füttern, denn dieser enthält viele Geschmacksstoffe und die Karpfen werden dadurch zusätzlich auf dein Futter aufmerksam.

Karpfenangeln mit Kichererbsen 🟤

Neben den bisher genannten Ködern gehören Kichererbsen zu den bekannteren Partikeln, werden jedoch meist nicht mehr so häufig verwendet wie die anderen. Die Kichererbsen sind bedeutend weicher als Tigernüsse und bei vielen Weißfischen beliebt. Daher solltest du sie eher benutzen, wenn mit weniger Beifang zu rechnen ist. Durch die Verwendung von Farbstoffen oder Aromamitteln kann das Potential der Kichererbsen deutlich gesteigert werden.

Vorteile von Kichererbsen

Die Kichererbsen sind bei den Karpfen ebenfalls ein beliebtes Futtermittel. Sie sorgen dafür, dass die Fische lange an deinem Futterplatz bleiben. Durch ihre Form eignet sich die Kichererbse je nach Bedarf auch als Hakenköder. Einer ihrer Schlüsseleigenschaften ist ihre hervorragende Aufnahme von Aromen und Farbstoffen.

Zubereitung von Kichererbsen

Schritt 1

Suche dir ein großer Topf, welchen du mit den Kichererbsen und Wasser befüllen kannst. Da Kichererbsen sehr viel Flüssigkeit aufnehmen solltest du auf 1 kg Kichererbsen mindestens 2 Liter Wasser verwenden. Wenn du Aromen oder Farbstoffe verwenden möchtest, ist jetzt der richte Zeitpunkt, um diese dazu zu geben.

Schritt 2

Der Topf muss nun mindestens eine Nacht oder länger ruhen, damit sich die Kichererbsen mit Wasser vollsaugen können.

Schritt 3

Als letzten Schritt stellst du den Topf auf den Herd und kochst die Kichererbsen für ca. 20-30 Minuten. Achte darauf das sie dabei nicht platzen.
Sollten die Kichererbsen vor dem Kochen nicht mehr mit Wasser bedeckt sein, fülle etwas nach!

Profitipp: Partikelmix 🔥

Am attraktivsten für Karpfen ist eine Futtermischung aus vielen Partikeln. Zum Hauptteil sollte dieser aus Mais und Weizen bestehen, dazu in kleineren Teilen Hanf und Tigernüsse. Dieser Mix aus Partikeln ist absolut anziehend für alle Fische. Du hast mit solch einem Futtermix auf jeden Fall nahezu durchgehend Fische am Platz, egal ob Rotaugen, Brassen oder Karpfen.

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